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EMICODE

Auch sog. "lösemittelfreie" Produkte können noch geringe Mengen an schweren flüchtigen Stoffen enthalten, die allmählich an die Umgebungsluft abgegeben werden (sog. VOC-Emissionen) und dann dort nachweisbar sind.

Beispiel: Terpene aus klebrigmachenden Baumharzen. Die Konzentrationen dieser Stoffe sind in der Regel äußerst gering und schon durch normales Lüften in einem völlig unbedenklichen Bereich zu halten.

Um das Emissionsverhalten von Produkten zuverlässig beschreiben zu können, wurde 1997 von der GEV (Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerk-stoffe e. V., Düsseldorf) das Klassifizierungssystem EMICODE eingeführt.

EMICODE unterteilt sich auf Basis der streng definierten GEV-Prüfmethode (Emissionsprüfkammer) und den GEV-Einstufungskriterien in folgende 3 Emissionsklassen:

EMICODE EC 1:          Sehr emissionsarm
EMICODE EC 2:          Emissionsarm
EMICODE EC 3:          Nicht emissionsarm


Folgende Anforderungen werden an die maximalen Emissionen von emissionskontrollierten Produkten gestellt.

Stand: 07/2010

µg/m³ nach 3 Tagen TVOC nach 28 Tagen TVOC / TSVOC
EC 1 PLUS ≤750 ≤60 / 40
EC 1 ≤1000 ≤100 / 50
EC 2 ≤3000 ≤300 / 100

Quelle: GEV-Einstufungskriterien

Von praktischer Bedeutung sind dabei vor allem die beste Emissionsklasse EMICODE EC 1 PLUS sowie EMICODE EC 1. Kennzeichnungspflichtige bzw. reaktive Produkte tragen ein „R“ im Emicode-Zeichen (R im Sinne von gesetzlich „reguliert“).