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Richtlinie 2003/53/EG (ehemals TRGS 613)

Ersatzstoffe, Ersatzverfahren und Verwendungsbeschränkungen für chromathaltige Zemente und chromathaltige, zementhaltige Zubereitungen

Auch wenn die TRGS 613 nicht mehr in Kraft ist sondern zwischenzeitlich durch die Richtlinie 2003/53/EG abgelöst wurde, welche nun in Anhang XVII der REACH-Verordnung aufgegangen ist, so haben doch deren Aussagen nach wie vor Gültigkeit:

Zement und zementhaltige Produkte reagieren mit Feuchtigkeit stark alkalisch (Laugenwirkung). Der Kontakt mit Haut oder Augen kann zu Reizungen oder Verätzungen führen. Portlandzemente können darüber hinaus Spuren von löslichen Chromat (VI)-Salzen enthalten. Dieses Chromat gilt als Auslöser einer bestimmten Hautallergie, der sog. Maurerkrätze.

In der TRGS 613 wurden Zemente und zementhaltige Produkte in folgende 2 Kategorien eingeteilt:

  • chromatarm: < 2 ppm lösliches Chromat (Kennzeichnung GISCODE ZP 1)
  • nicht chromatarm: > 2 ppm lösliches Chromat

Die Richtlinie 2003/53/EG bzw. der jetzige Anhang XVII der REACH-Verordnung schreibt die Verwendung chromatarmer Produkte vor. Die Verwendung von nicht chromatarmen Zementen und Zementprodukten ist demnach verboten. Alle zementären Uzin- oder codex-Produkte entsprechen den Vorschriften der Gefahrstoffverordnung und der ehemaligen TRGS 613 und tragen den Vermerk "Chromatarm nach RL 2003/53/EG – GISCODE ZP 1".